Wie erleben die Menschen im indeland den Wandel ihrer Heimat? Was hat sich in ihrem Alltag verändert, woran erinnern sie sich und was wünschen sie sich für die Zukunft?
In den Erzählsalons kommen Menschen aus der Region miteinander ins Gespräch. Sie berichten von ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihren persönlichen Erfahrungen. So entsteht ein vielstimmiges Bild des indelands – erzählt von den Menschen, die hier leben.
Worum geht es?
Der Strukturwandel verändert Landschaften, Orte und Arbeitswelten. Er berührt aber auch persönliche Lebensgeschichten und Erinnerungen.
Die Erzählsalons schaffen einen Raum, in dem diese Erfahrungen erzählt und gehört werden können. Im Mittelpunkt stehen nicht Planungen oder politische Entscheidungen, sondern die Sichtweisen der Menschen vor Ort.
Die Gespräche werden moderiert und dokumentiert. Damit bleiben persönliche Erinnerungen erhalten und können auch für andere Menschen zugänglich gemacht werden.
Was ist geplant?
Bis 2029 sollen Erzählsalons in den sieben indeland-Kommunen und weiteren Orten des Kernreviers stattfinden.
Zum Projekt gehören insbesondere:
- moderierte Gesprächsrunden in den Kommunen,
- die Ansprache von Menschen, die ihre Geschichte erzählen möchten,
- die Dokumentation ausgewählter Beiträge in Ton, Bild und Text,
- die Aufbereitung der Geschichten für Ausstellungen, Publikationen und digitale Angebote,
- die Zusammenarbeit mit Vereinen, Schulen, Archiven, Kulturinitiativen und weiteren Partnern vor Ort.
Die Erzählsalons können sich unterschiedlichen Themen widmen. Dazu gehören beispielsweise Arbeit und Beruf, Veränderungen in den Orten, der Tagebau, Umsiedlungen, Familie, Vereinsleben oder persönliche Vorstellungen von der Zukunft.
Was entsteht daraus?
Die Erzählsalons geben Menschen die Möglichkeit, ihre eigenen Erfahrungen einzubringen. Dabei geht es nicht nur um bekannte Persönlichkeiten oder besondere Ereignisse. Auch alltägliche Geschichten können zeigen, wie sich eine Region verändert.
Wer zuhört, kann andere Sichtweisen kennenlernen und die Entwicklung des indelands aus einer persönlichen Perspektive betrachten.
Die gesammelten Geschichten tragen zugleich dazu bei, Erinnerungen zu bewahren. Sie können später in Ausstellungen, Büchern oder digitalen Formaten weitergegeben werden.
Wo stehen wir?
Das Projekt ist bis 2029 angelegt. In den Kommunen des indelands werden Erzählsalons vorbereitet und schrittweise umgesetzt.
Dazu werden Themen, Orte und mögliche Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner gemeinsam mit den Kommunen und lokalen Einrichtungen ausgewählt. Parallel werden die Dokumentation und die spätere Aufbereitung der Beiträge vorbereitet.
Die Termine und Themen der einzelnen Erzählsalons werden rechtzeitig bekannt gegeben.
Projektdaten auf einen Blick
| Wo findet das projekt statt? |
In den sieben indeland-Kommunen und weiteren Orten im Kernrevier |
|---|---|
| Schwerpunkte |
Persönliche Geschichten, Erinnerung, Austausch und regionale Identität |
| Handlungsfelder | Orte & Lebensräume, Beteiligung & Dialog |
| Status |
In Umsetzung |
| Zeitraum |
2025 bis 2029 |
| Projektträger |
Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH |
| Kooperationspartner |
Kommunen im indeland, lokale Vereine, Archive, Schulen, Kulturinitiativen sowie Bürgerinnen und Bürger sowie die benachbarten Tagebauumfeldverbünde Landfolge Garzweiler und Neuland Hambach |
| Finanzierung |
Das Projektvolumen beträgt rund 1,18 Millionen Euro. Das Projekt wird zu 97,5 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln im Rahmen des Förderprogramms STARK finanziert. |
| Nächste Schritte | Vorbereitung und Durchführung der Erzählsalons in den Kommune |