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27.09.2022

Das indeland auf dem Weg zur zirkulären Bioökonomie

Die Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER hat in zwanzig Städten und Gemeinden im Rheinischen Revier untersucht, wie weit sie bislang auf dem Weg einer zirkulären Bioökonomie gekommen sind und welche Möglichkeiten sie künftig noch nutzen können.

Die Fachleute haben analysiert, in welchen Industriebranchen bereits biologische Ressourcen für Produkte, Verfahren und Dienstleistungen verwendet werden. Auf der Website von BioökonomieREVIER findet man ausführliche Profile zu sechs der sieben Gemeinden des indelands: Aldenhoven, Eschweiler, Inden, Jülich, Langerwehe und Niederzier. Nur zu Linnich liegt noch kein separates Profil vor, da die Gemeinde nicht als direkte Anrainerkommune gilt.

Unternehmen der Kreislaufwirtschaft

Auf der Haben-Seite beim Thema Kreislaufwirtschaft im indeland ist zu verbuchen: Die Städte und Gemeinden sind Sitz zahlreicher Unternehmen, die sich mit dem Thema Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Hier einige Beispiele: Die Firma Omnifol in Aldenhoven befasst sich mit dem Recycling von Kunststoffen. Das Unternehmen RetoPlast in Eschweiler betreibt zusätzlich die werkstoffliche Aufbereitung und Verarbeitung von Kunststoffen. In Inden stellt IPS Lamersdorf Papierprodukte und -verpackungen her. Von Jülich aus arbeiten beispielsweise die Biotechnologieunternehmen Biognosis, Beniag und SenseUp. In Langerwehe hat sich das Biotechnologieunternehmen Thermo Fischer Scientific angesiedelt und in Niederzier beschäftigt sich die Erzeugergemeinschaft Rheinweiß Soja mit dem Aufbau einer Wertschöpfungskette durch den Anbau von Sojabohnen. Niederzier und Jülich sind gemeinsam mit Titz auch Gesellschafterkommunen des Brainergy Park Jülich. In diesem interkommunalen Gewerbegebiet siedeln sich gerade zahlreiche Unternehmen und Institutionen an, die sich mit Themen der Energiewende und mit der Wasserstoffwirtschaft beschäftigen.

Viel bislang ungenutztes Potenzial

Auf der Soll-Seite beim Thema Kreislaufwirtschaft im indeland steht: Alle sechs Städte und Gemeinden könnten ihr Engagement in Sachen Kreislaufwirtschaft noch stark ausbauen. „Die lokale Biomasseproduktion in der Landwirtschaft bietet viele Anknüpfungspunkte zur Bioökonomie“, heißt es in jedem der sechs Profile, und weiter: „Auch die Nutzung der anfallenden organischen Reststoffe bietet ein aussichtsreiches zusätzliches Wertschöpfungspotenzial.“ Das zeigt auch ein Blick auf den Anteil der städtischen Abfallaufkommens. Zwischen 60 und 70 Prozent könnten im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft wiederverwendet werden. Für die Landwirtschaft ergeben sich zahlreiche Optionen aus den Forschungsergebnissen der Strukturwandelinitiative BioökonomieREVIER. Ein Beispiel sind Agri-/Horti-PV-Anlagen, darunter versteht man die Kopplung von Pflanzenproduktion mit Photovoltaik. Auch andere innovative Bioökonomie-Konzepte bieten Anknüpfungspunkte für neue Wertschöpfungsoptionen.

Neue Wertschöpfung durch enge Vernetzung

Die Autorinnen und Autoren der Bioökonomie-Profile geben allen zwanzig Kommunen einen Rat für die Gestaltung der regionalen Kreislaufwirtschaft: „Je besser sich Städte und Gemeinden mit Wirtschaft, Forschung und anderen Akteuren in der Region miteinander vernetzen, desto erfolgreicher werden aus den vielfältigen bioökonomischen Potenzialen des Rheinischen Reviers neue Wertschöpfung und Arbeit erwachsen.“

Weitere Infos und Download:
www.biooekonomierevier.de/Kommunale_Biooekonomie_Profile

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