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Brainergy Park Jülich

Im Norden von Jülich wird seit zehn Jahren der Brainergy Park Jülich entwickelt. Er ist ein interkommunales Gewerbegebiet der beiden indeland-Kommunen Jülich und Niederzier sowie der Gemeinde Titz. Im „Gewerbepark der Energiewende“ wird der Helmholtz-Cluster für Wasserstoffwirtschaft aufgebaut. Anfang September 2024 zogen erste Gründerinnen und Gründer in das Startup Village im Brainergy Park Jülich ein. Im Jahr 2026 soll das Gründer- und Innovationszentrum des Brainergy Park Jülich bezugsfertig sein, der kreisrunde „Brainergy Hub“.

Projektprofil

zuletzt aktualisiert im November 2024

TitelBrainergy Park Jülich
Ort der Umsetzungdas ehemalige Gelände der Deutschen Welle auf der Merscher Höhe zwischen Jülich und Titz (52 ha)
Zeitraum der UmsetzungBaubeginn war im März 2021. Der Brainergy Park wird laufend fortentwickelt.
ProjektleitungBrainergy Park Jülich GmbH
Partner
  • Stadt Jülich
  • Gemeinde Niederzier
  • Gemeine Titz
  • Kreis Düren
Anknüpfung zu anderen Vorhaben
  • Helmholtz-Cluster für Wasserstoffwirtschaft (HC·H2)
  • Startup Village
  • Brainergy Hub
BesonderheitenDer Brainergy Park Jülich wird in Bezug auf Wärme und Kälte zu 94 Prozent CO2-neutral arbeiten: Jedes Gebäude wird an ein sogenanntes Low-Ex-Energienetz angeschlossen und erhält eine Photovoltaikanlage.
Finanzierungerfolgt durch Eigenmittel der Partner sowie durch diverse öffentliche Förderzugänge

Bilder

Der Brainergy Hub wird das Zentralgebäude des Brainergy Park Jülich

Projektbeschreibung

Fragen und Antworten
zum Strukturwandelprojekt »Brainergy Park Jülich«

Was ist das Ziel des Projekts?

Wegen des von Bund und Land vorgezogenen Ausstiegs aus dem Braunkohletagebau im Rheinischen Revier wollen die drei beteiligten Kommunen im Brainergy Park Jülich als Ersatz für die wegfallenden Arbeitsplätze bei RWE sowie in der Zulieferindustrie neue Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen. Das Thema „Energie“ war schon immer eine Triebfeder der Regionalentwicklung in dieser Region und es besitzt auch ein großes Potenzial für künftige Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die regionalen Forschungseinrichtungen sind zudem im Bereich der neuen Energieerzeugung stark aufgestellt. Deswegen wurde die Flächenentwicklung im Gewerbepark thematisch auf die neuen Energien ausgerichtet. Diese Fokussierung entwickelt eine große Anziehungskraft auf Unternehmen sowie auf Transferprojekte großer Forschungseinrichtungen, sich im Brainergy Park Jülich anzusiedeln.

Welchen Beitrag leistet das Projekt zur Regionalentwicklung?

Es ist das Ziel des Brainergy Park Jülich, auf den 52 Hektar Fläche etwa 4.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dafür benötigt man neue Produkte und echte Innovationen – und diese liefern die Forschungseinrichtungen.

Welcher Aspekt an diesem Projekt ist außergewöhnlich?

Entscheidend ist die teamorientierte Zusammenarbeit mit den diversen Forschungseinrichtungen in der Region wie zum Beispiel mit dem Forschungszentrum Jülich. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die vertrauensvolle interkommunale Zusammenarbeit der drei beteiligten Bürgermeister. Da der Brainergy Park Jülich sich auf das Thema „Gewerbepark der Energiewende“ fokussiert und die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen hat, gibt es außerdem sehr viel Unterstützung für dieses Projekt aus der Region, so zum Beispiel aus den Forschungseinrichtungen.

Was passiert derzeit konkret?

Das Startup Village Jülich ist fertig. Die Eröffnungsfeier fand im Mai 2024 statt. Anfang September bezogen die ersten Gründungsteams das Gelände.

Im Juni 2024 weihte das Schweizer Unternehmen Synhelion im Brainergy Park Jülich die weltweit erste industrielle Anlage zur Produktion von Solartreibstoffen ein.

Im Juli 2024 begann im Brainergy Park Jülich der Bau einer Wasserstoff-Produktionsanlage des Kreises Düren. Hier entsteht ein Elektrolyseur mit einer finalen Leistung von 40 MW. Dieser aus Sonnenenergie gewonnene grüne Wasserstoff soll in das nationale Pipeline-Netz eingespeist werden, aber auch von Abnehmern aus der Region genutzt werden. Anfang 2025 wird das erste Modul grünen Wasserstoff für die Region liefern.

Anfang September 2024 wurde bekannt, dass der Brainergy Park Jülich in der Landgemeinde Titz auf einer Fläche von rund 10 Hektar das Gewerbegebiet „Brainergy Craft“ entwickeln wird. Er bietet damit Handwerksbetrieben und anderen kleineren Gewerbebetrieben eine neue Ansiedlungsmöglichkeit.

Anfang November 2024 erteilte die Stadt Jülich die Baugenehmigung für das Zentralgebäude des Gewerbeparks, den Brainergy Hub.

Ebenfalls Anfang November erfolgte der Baubeginn einer Produktions- und Forschungsstätte der QCG Computer GmbH. Die Anlage mit einer Fläche von 22.500 Quadratmetern soll rund 500 Arbeitsplätze in der Region schaffen.

Um dem Helmholtz-Wasserstoffcluster im Brainergy Park Jülich ein möglichst schnelles Wachstum zu ermöglichen, werden zusätzlich ein S1-Labor sowie weitere Bürogebäude und Technikumshallen errichtet.

Wann und wo können Bürgerinnen und Bürger Ergebnisse dieses Projekts sehen?

Der Brainergy Park Jülich bietet an Samstagen regelmäßig Führungen über das Gelände an. Sie werden von den ehemaligen Bürgermeistern Heinrich Stommel (Jülich) und Hermann Heuser (Niederzier) durchgeführt und enden immer in der Bäckerei neben dem Starter-Gebäude im Brainergy Park Jülich. Man kann den Brainergy Park Jülich auch auf eigene Faust entdecken: Überall im Park stehen mit Graffitis versehene Steinstelen mit kurzen Texten. Zur weiteren Vertiefung findet man QR-Codes auf den Stelen, mit deren Hilfe man Info-Seiten im Internet aufrufen kann. Der Brainergy Park Jülich ist außerdem mit Infoständen auf zahlreichen Stadtfesten und Veranstaltungen in der Region vertreten, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Kontakt

Morena Blajic

Leitung PR und Kommunikation
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Zur Infoseite browser-update.org