Im Norden des künftigen Indesees soll ein naturnaher Landschaftsraum entstehen. Landwirtschaft und geschützte Naturbereiche bleiben hier prägend. Ausgewählte Wege, Aussichtspunkte und Informationen sollen den Raum zugleich für Menschen zugänglich und erlebbar machen.
Der Nordraum unterscheidet sich damit bewusst von den stärker genutzten Bereichen des künftigen Sees. Hier stehen Ruhe, Landschaft und Naturerleben im Mittelpunkt.
Worum geht es?
Der Nordraum umfasst die rekultivierten Flächen nördlich und nordwestlich des künftigen Indesees. Sie werden auch künftig vor allem landwirtschaftlich genutzt oder dienen dem Schutz von Natur und Landschaft.
Das Projekt soll klären, wie diese unterschiedlichen Nutzungen gut miteinander verbunden werden können. Menschen sollen die neue Landschaft erleben können, ohne sensible Bereiche zu beeinträchtigen.
Geprüft wird, wo Wege, Aussichtspunkte und kleine Aufenthaltsorte sinnvoll entstehen können. Von hier aus können sich später Blicke auf die offene Landschaft, die Inde, den Blausteinsee und den künftigen Indesee ergeben.
Was ist geplant?
Für den Nordraum wird ein freiraumplanerisches Konzept erarbeitet. Es bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Flächen.
Geplant sind insbesondere:
- ausgewählte Wege und Aussichtspunkte,
- Verbindungen zur Indeaue, zum Blausteinsee und zur Rur,
- der Schutz sensibler Ufer- und Naturbereiche,
- die Einbindung der landwirtschaftlich genutzten Flächen,
- Informationen über Landschaft, Natur und Strukturwandel,
- Wettbewerbe zur Gestaltung einzelner Teilräume.
Der Nordraum soll dabei als zusammenhängender Landschaftsraum betrachtet werden. Wege, Landwirtschaft, Naturschutz und spätere Zugänge zum See müssen deshalb gemeinsam geplant werden.
Was bedeutet das für die Menschen?
Der Nordraum soll vor allem Möglichkeiten zum Spazierengehen, Radfahren und ruhigen Erleben der Landschaft bieten.
Große Freizeitangebote, Gastronomie oder eine intensive Nutzung des Ufers stehen hier nicht im Vordergrund. Solche Angebote können an anderen Bereichen des Indesees entstehen. Der Norden soll dagegen bewusst zurückhaltend entwickelt werden.
Davon profitieren Menschen aus den umliegenden Städten und Gemeinden ebenso wie Gäste der Region. Auch für Landwirtschaft und Naturschutz ist eine frühzeitige Abstimmung wichtig.
Wo stehen wir?
Das Projekt Nordraum Indesee ist in zwei Phasen gegliedert.
Der Förderantrag für Nordraum Indesee I wurde im Juni 2026 eingereicht. Wir erwarten den Bewilligungsbescheid bis Ende dieses Jahres. Einen positiven Bescheid vorausgesetzt, kann die erste Projektphase 2027 starten.
Der Förderantrag für Nordraum Indesee II soll 2027 folgen. Beide Phasen bauen aufeinander auf und sollen bis 2029 die planerischen Grundlagen für die weitere Entwicklung des Nordraums schaffen.
Vorgesehen sind unter anderem Ideen- und Umsetzungswettbewerbe. Sie sollen zeigen, wie die Bereiche nördlich und südlich der Inde konkret gestaltet werden können.
Eine breite Beteiligung ist Teil beider Projektphasen. Hinweise aus den Kommunen, von Fachleuten und aus der Bevölkerung sollen in die weitere Planung einfließen.
Projektdaten auf einen Blick
| LAGE | Nördlicher Bereich des künftigen Indesees in Aldenhoven, Inden, Jülich, Eschweiler und Linnich |
|---|---|
| Schwerpunkte | Landschaftserleben, Landwirtschaft, Naturschutz und Besucherlenkung |
| Handlungsfelder | Landschaft & Freiraum, Freizeit & Naherholung |
| Zeitraum | 2027 bis 2032 |
| Projektphasen | Nordraum Indesee I: Förderantrag im Juni 2026 eingereicht Nordraum Indesee II: Förderantrag für 2027 vorgesehen |
| Status | Phase I beantragt, Phase II in Vorbereitung |
| Projektträger | Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH |
| Kooperationspartner | Beteiligte Kommunen, Kreis Düren, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH und RWE Power |
| FINANZIERUNG | Kosten und Förderzugang werden im weiteren Verfahren konkretisiert. |
| nächster Schritt | Bewilligung und Projektstart von Nordraum Indesee I; Vorbereitung des Förderantrags für Nordraum Indesee II |
| Frühere Bezeichnungen | Nordkante Indesee I und II / NoKaIn I und II |
Dr. Maren Krätzschmar
Regionales und Planung