Niemand kann genau vorhersagen, wie sich das indeland in den kommenden Jahrzehnten entwickeln wird. Dennoch lassen sich mögliche Wege beschreiben und miteinander vergleichen.
Die „Szenarien indeland 2060“ erzählen vier unterschiedliche Geschichten aus der Zukunft. Sie machen sichtbar, welche Entscheidungen, Ereignisse und gesellschaftlichen Entwicklungen die Region prägen könnten.
Worum geht es?
Politik, Kommunen und weitere Verantwortliche treffen heute Entscheidungen, deren Auswirkungen weit in die Zukunft reichen. Dabei müssen sie mit Veränderungen und Unsicherheiten umgehen.
Szenarien helfen, solche Entwicklungen gedanklich durchzuspielen. Sie sind keine Prognosen und keine fertigen Planungen. Stattdessen zeigen sie unterschiedliche, in sich schlüssige Möglichkeiten.
So lassen sich wichtige Einflussfaktoren erkennen und Fragen diskutieren: Welche Entwicklung ist wünschenswert? Welche Risiken sollten berücksichtigt werden? Und welche Entscheidungen sind bereits heute erforderlich?
Was ist geplant?
In Workshops und Gesprächen wurden zunächst Entwicklungen, Erwartungen und Unsicherheiten gesammelt. Beteiligt waren unter anderem Verantwortliche aus den Kommunen, Zukunftsforschende, Fachleute, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Menschen aus der Region.
Daraus entstanden vier Zukunftsbilder:
- Gastland: Das indeland arbeitet eng mit dem gesamten Rheinischen Revier zusammen. Tourismus und die Rheinische Seenlandschaft prägen die Entwicklung.
- Laborland: Mutiges Experimentieren, Forschung und wirtschaftliche Innovation treiben die Region voran.
- Wandelland: Eine Krise führt zu stärkerem Zusammenhalt, einer Rückbesinnung auf regionale Stärken und einer breiten Beteiligung.
- Ernteland: Landwirtschaft, Spitzenforschung und neue Technologien werden miteinander verbunden.
Die Szenarien wurden in einer Broschüre anschaulich aufbereitet. Ergänzend stehen Unterrichtsmaterialien für Schulen zur Verfügung.
Was bedeutet das vor Ort?
Die Szenarien laden dazu ein, über die Zukunft der eigenen Region nachzudenken und unterschiedliche Entwicklungen miteinander zu vergleichen.
Sie können Diskussionen in Politik, Verwaltung, Schulen, Vereinen und anderen Einrichtungen unterstützen. Dabei geht es nicht darum, sich für eines der vier Bilder zu entscheiden. Vielmehr machen die Szenarien Chancen, Risiken und mögliche Zielkonflikte sichtbar.
So entsteht eine gemeinsame Grundlage für Gespräche darüber, wie das indeland langfristig gestaltet werden soll.
Wo stehen wir?
Die Szenarien wurden zwischen Oktober 2022 und Mai 2024 gemeinsam mit Menschen aus der Region erarbeitet.
Im September 2024 wurden die Ergebnisse öffentlich vorgestellt. Die Broschüre und die ergänzenden Unterrichtsmaterialien stehen zum Herunterladen bereit.
Das Projekt ist abgeschlossen. Die Szenarien können weiterhin in Planungsprozessen, politischen Diskussionen, Workshops und im Unterricht genutzt werden.
Projektdaten auf einen Blick
| Verortung | Alle sieben indeland-Kommunen |
|---|---|
| Schwerpunkte | Zukunftsforschung, Regionalentwicklung, Beteiligung und langfristige Planung |
| Handlungsfelder | Strategie & Entwicklung, Beteiligung & Dialog, Bildung |
| Status | Abgeschlossen |
| zeitraum | Oktober 2022 bis Mai 2024, Oktober 2025 |
| Projektträger | Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH |
| Beteiligte | Kommunen im indeland, Zukunftsforschende, Fachleute, Schülerinnen und Schüler sowie weitere Menschen aus der Region |
| Finanzierung | 95 Prozent Bundes- und Landesmittel aus dem Förderprogramm STARK |
| Besonderheit |
Vier alternative Zukunftsbilder für das indeland im Jahr 2060 |
| Ergebnis | Broschüre und Unterrichtsmaterialien zu den vier Szenarien Gastland, Laborland, Wandelland und Ernteland |
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