Schophoven liegt unmittelbar am Tagebau Inden und wird sich als erstes Dorf im Rheinischen Revier zur künftigen Seenlandschaft hin entwickeln. Eine wichtige Rolle spielt dabei die große Freifläche zwischen dem historischen Gut Müllenark und dem künftigen Indesee.
Nach einem Planungswettbewerb soll hier der Entwurf „Wege zum See – den Wandel erlebbar machen“ umgesetzt werden. Er verbindet Landschaft, Freizeitangebote und die Geschichte des Ortes.
Worum geht es?
Die Sichtachse schafft eine durchgehende Grünverbindung vom Gut Müllenark in Richtung des späteren Seeufers. Gleichzeitig verbindet sie bestehende und geplante Wohnbereiche in Schophoven miteinander.
Aus einer heute weitgehend offenen Fläche soll ein abwechslungsreicher Landschaftsraum entstehen. Wege, Grünflächen und Freizeitangebote machen den Strukturwandel im Ort unmittelbar sichtbar.
Die Sichtachse ist Teil der Entwicklung Schophovens als „Ort der Zukunft“ im Rheinischen Revier.
Was ist geplant?
Grundlage ist der Siegerentwurf des Büros Treibhaus Landschaftsarchitekten aus Hamburg.
Geplant sind insbesondere:
- eine durchgehende Grünverbindung vom Gut Müllenark zum Indesee,
- ein Hauptweg als sogenannte Zeitachse,
- Stationen zur Geschichte des Ortes und des Tagebaus,
- ein weiterer Weg mit Freizeit-, Spiel- und Bewegungsangeboten,
- neue Aufenthaltsbereiche und Grünflächen,
- Verbindungen zu den umliegenden Wohnquartieren,
- eine schrittweise Ausrichtung Schophovens auf das künftige Seeufer.
Die Gestaltung soll historische Spuren, den gegenwärtigen Strukturwandel und die künftige Seenlandschaft miteinander verbinden.
Was bedeutet das für Schophoven?
Die Sichtachse schafft einen neuen Freiraum direkt in Schophoven. Menschen aus dem Ort können hier spazieren gehen, sich treffen, spielen oder Sport treiben.
Gleichzeitig verbessert sie die Wege zwischen den Wohnquartieren, Gut Müllenark und dem künftigen Indesee. Der See wird damit bereits lange vor seiner vollständigen Entstehung zu einem sichtbaren Bezugspunkt für den Ort.
Informationen und Gestaltungselemente entlang der Wege erzählen zudem, wie sich Schophoven und die Landschaft rund um den Tagebau verändern.
Wo stehen wir?
Der Planungswettbewerb wurde im November 2023 entschieden. Ausgewählt wurde der Entwurf „Wege zum See – den Wandel erlebbar machen“ von Treibhaus Landschaftsarchitekten.
Anschließend wurde die Planung von der Gemeinde Inden und den weiteren Beteiligten konkretisiert. Auch Bürgerinnen und Bürger aus Schophoven waren bereits am Preisgericht beteiligt und wurden in den weiteren Prozess einbezogen.
Nach aktuellem Planungsstand beginnt die bauliche Umsetzung im Jahr 2026. Der Spatenstich ist für den 25. September 2026 vorgesehen.
Projektdaten auf einen Blick
| Lage | Inden-Schophoven, zwischen Gut Müllenark und dem künftigen Indesee |
|---|---|
| Schwerpunkte | Grünverbindung, Ortsentwicklung, Freizeit, Bewegung und Landschaftserleben |
| Handlungsfelder | Orte & Lebensräume, Freizeit & Naherholung, Indesee & Seeumfeld |
| Status | In Vorbereitung zur Umsetzung |
| Zeitraum | Planung seit 2023, bauliche Umsetzung ab 2026 |
| Projektträger | Gemeinde Inden |
| KooperationsPartner | Treibhaus Landschaftsarchitekten, Starke Projekte GmbH, Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH |
| Finanzierung | Förderung durch STARK-Programm von Bund und Land Nordrhein-Westfalen sowie im Rahmen des Stadtentwicklungsprogramms Rheinisches Revier der Zukunft |
| Besonderheit | Bürgerinnen und Bürger aus Schophoven waren als Mitglieder des Preisgerichts an der Auswahl des Entwurfs beteiligt. |
| Nächster Schritt | Baubeginn und Spatenstich am 25. September 2026 |