Strukturwandel im indeland

Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle verändert sich die wirtschaftliche Grundlage des indelands. Sichtbar wird dieser Wandel in den Orten, der Landschaft, der Infrastruktur und am künftigen Indesee.

Vom Tagebau in eine neue Zukunft

Die Braunkohle hat das indeland über Jahrzehnte wirtschaftlich, räumlich und gesellschaftlich geprägt. Arbeitsplätze, Infrastruktur, Flächennutzung und die Entwicklung vieler Orte waren eng mit dem Tagebau verbunden. Mit dem Ende der Förderung verliert die Region nicht einfach einen Wirtschaftszweig. Sie steht vor der Aufgabe, neue Perspektiven zu entwickeln, Flächen neu zu nutzen und die langfristigen Folgen des Tagebaus gemeinsam zu gestalten.

Ein Revier stellt sich neu auf

Das Rheinische Revier gehört zu den großen Braunkohleregionen Deutschlands. Mit dem Kohleausstieg beginnt ein tiefgreifender wirt­schaftlicher, gesellschaftlicher und räum­licher Wandel. Bund und Land unter­stützen ihn mit Förder­programmen für Arbeitsplätze, Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung.

Die Region verändert sich

Mit dem Ende des Tagebaus verändert sich das indeland. Flächen erhalten neue Aufgaben, Orte entwickeln sich weiter und neue Landschaften, Wege und Nutzungen entstehen.

Tagebau und See

Der Tagebauraum wird gesichert, vorbereitet und über viele Jahre befüllt.

Orte und Ufer

Die angrenzenden Orte entwickeln neue Beziehungen zum künftigen Seeraum.

Landschaft und Freiraum

Neue Landschaftsräume verbinden Natur, Landwirtschaft, Erholung und Klimaanpassung.

Wege und Infrastruktur

Neue Verbindungen sollen Orte, Bahnhöfe, Landschaft und See besser erreichbar machen.

Planung schafft den Rahmen

Die Entwicklung des indelands wird auf mehreren Ebenen vorbereitet. Übergeordnete Pläne setzen den räumlichen Rahmen. Kommunen konkretisieren ihn für einzelne Flächen.

Braunkohlenplanung Der Ausgangspunkt für den neuen Seeraum. Der Braunkohlenplan legt die zentralen räumlichen Vorgaben für den Tagebau Inden, seine Beendigung, die Wiedernutzbarmachung und den künftigen See fest. Er bildet damit eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des indelands.
Gemeinsame Raumbilder und Entwicklungskonzepte Die Region entwickelt ein gemeinsames Zielbild. Rahmenpläne, Raumbilder und Konzepte zeigen, wie Orte, Landschaft, Wege und Nutzungen künftig zusammenspielen könnten. Als informelle Planungen geben sie Orientierung, schaffen aber noch kein unmittelbares Baurecht.
Landes- und Regionalplanung Übergeordnete Ziele setzen den Rahmen. Landesentwicklungsplan und Regionalplan legen fest, welche räumlichen Entwicklungen grundsätzlich möglich oder zu berücksichtigen sind. Die Bezirksregierung Köln übernimmt dabei zentrale Aufgaben der Regionalplanung.
Kommunale Bauleitplanung Kommunen konkretisieren die Nutzung von Flächen. Der Flächennutzungsplan stellt die beabsichtigte Entwicklung des gesamten Gemeindegebiets dar. Bebauungspläne schaffen für einzelne Gebiete verbindliches Baurecht.
Fachplanungen und Zulassungsverfahren Besondere Vorhaben benötigen eigene Verfahren. Je nach Projekt können Fachplanungen, Planfeststellungs- oder Plangenehmigungsverfahren erforderlich sein, beispielsweise für Straßen, Gewässer, Leitungen oder andere Infrastrukturen.
Politische Beschlüsse, Beteiligung und Finanzierung Entscheidungen schaffen die Voraussetzung. Räte, Ausschüsse und weitere Gremien beraten und beschließen Planungen und Projekte. Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange werden entsprechend den jeweiligen Verfahren beteiligt. Parallel müssen Finanzierung und Förderung gesichert werden.
Projektplanung und Genehmigung Das Vorhaben wird ausführungsreif. Machbarkeitsstudien, Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung konkretisieren das Projekt. Je nach Vorhaben folgen Baugenehmigungen oder andere fachrechtliche Zulassungen.
Ausschreibung und Umsetzung Aus Planung wird sichtbare Veränderung. Nach Abschluss der erforderlichen Verfahren werden Leistungen ausgeschrieben, vergeben und umgesetzt. Größere Vorhaben entstehen häufig in mehreren Abschnitten.

Die Tabelle zeigt ein grundsätzliches Zusammenspiel. Nicht jedes Projekt durchläuft alle Ebenen in derselben Reihenfolge. Viele Planungen, Beschlüsse und Genehmigungen laufen parallel.

Wer entscheidet was?

Unterschiedliche Ebenen, klare Zuständigkeiten

Kommunen und Kreis

setzen Ziele, beschließen Planungen und entwickeln Projekte.

Bezirksregierung und weitere Behörden

führen Planungs- und Genehmigungsverfahren durch und prüfen rechtliche Voraussetzungen.

RWE Power

ist für bergbauliche Aufgaben und die Wieder­nutzbar­machung verantwortlich.

indeland GmbH

koordiniert die regionale Zusammenarbeit und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Vorhaben.

Politische Gremien

beraten, priorisieren und treffen die erforderlichen Beschlüsse.

Perspektiven aus der Region einbeziehen

Der Strukturwandel betrifft den Alltag, die Umgebung und die Zukunft vieler Menschen. Deshalb müssen Planungen verständlich vermittelt und unterschiedliche Perspektiven frühzeitig einbezogen werden. Beteiligung kann dabei verschiedene Formen annehmen: Informationsveranstaltungen, Werkstätten, Umfragen, Gespräche mit regionalen Akteuren oder formelle Verfahren.

Daran arbeiten wir

Nordraum Indesee

Ein behutsamer Zugang zum künftigen Indesee. Der Nordraum verbindet Naturerleben, Landwirtschaft und Landschaftsschutz in einer Landschaft im Wandel.
Indesee Orte Aldenhoven Inden Eschweiler Jülich Linnich

RadStern Indesee

Sieben Kommunen, ein gemeinsames Wegenetz. Der RadStern Indesee soll Orte, Landschaften und den künftigen See sicher und komfortabel miteinander verbinden.
Indesee Freizeit Mobilität

Erzählsalons

Erzählen, zuhören, weiterdenken. Die Erzählsalons im indeland zeigen, wie Menschen den Wandel erleben – persönlich, nah und aus unterschiedlichen Perspektiven.
Beteiligung

RevierStrand Süd

Schon ab 2035 soll am Südufer des entstehenden Indesees ein erster Strand- und Freizeitbereich erlebbar werden. Der RevierStrand Süd schafft damit frühzeitig einen Ort für Erholung, Bewegung und das Erlebnis am Wasser.
Indesee Landschaft Orte Freizeit

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Kontakt

Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH
Bismarckstraße 16
52351 Düren

Telefon: +49 (0) 2421 22-1084005
E-Mail: info@indeland.de

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