Strukturwandel im indeland
Mit dem Ausstieg aus der Braunkohle verändert sich die wirtschaftliche Grundlage des indelands. Sichtbar wird dieser Wandel in den Orten, der Landschaft, der Infrastruktur und am künftigen Indesee.
Die Region verändert sich
Mit dem Ende des Tagebaus verändert sich das indeland. Flächen erhalten neue Aufgaben, Orte entwickeln sich weiter und neue Landschaften, Wege und Nutzungen entstehen.
Planung schafft den Rahmen
Die Entwicklung des indelands wird auf mehreren Ebenen vorbereitet. Übergeordnete Pläne setzen den räumlichen Rahmen. Kommunen konkretisieren ihn für einzelne Flächen.
| Braunkohlenplanung | Der Ausgangspunkt für den neuen Seeraum. Der Braunkohlenplan legt die zentralen räumlichen Vorgaben für den Tagebau Inden, seine Beendigung, die Wiedernutzbarmachung und den künftigen See fest. Er bildet damit eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des indelands. |
| Gemeinsame Raumbilder und Entwicklungskonzepte | Die Region entwickelt ein gemeinsames Zielbild. Rahmenpläne, Raumbilder und Konzepte zeigen, wie Orte, Landschaft, Wege und Nutzungen künftig zusammenspielen könnten. Als informelle Planungen geben sie Orientierung, schaffen aber noch kein unmittelbares Baurecht. |
| Landes- und Regionalplanung | Übergeordnete Ziele setzen den Rahmen. Landesentwicklungsplan und Regionalplan legen fest, welche räumlichen Entwicklungen grundsätzlich möglich oder zu berücksichtigen sind. Die Bezirksregierung Köln übernimmt dabei zentrale Aufgaben der Regionalplanung. |
| Kommunale Bauleitplanung | Kommunen konkretisieren die Nutzung von Flächen. Der Flächennutzungsplan stellt die beabsichtigte Entwicklung des gesamten Gemeindegebiets dar. Bebauungspläne schaffen für einzelne Gebiete verbindliches Baurecht. |
| Fachplanungen und Zulassungsverfahren | Besondere Vorhaben benötigen eigene Verfahren. Je nach Projekt können Fachplanungen, Planfeststellungs- oder Plangenehmigungsverfahren erforderlich sein, beispielsweise für Straßen, Gewässer, Leitungen oder andere Infrastrukturen. |
| Politische Beschlüsse, Beteiligung und Finanzierung | Entscheidungen schaffen die Voraussetzung. Räte, Ausschüsse und weitere Gremien beraten und beschließen Planungen und Projekte. Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange werden entsprechend den jeweiligen Verfahren beteiligt. Parallel müssen Finanzierung und Förderung gesichert werden. |
| Projektplanung und Genehmigung | Das Vorhaben wird ausführungsreif. Machbarkeitsstudien, Vor-, Entwurfs- und Ausführungsplanung konkretisieren das Projekt. Je nach Vorhaben folgen Baugenehmigungen oder andere fachrechtliche Zulassungen. |
| Ausschreibung und Umsetzung | Aus Planung wird sichtbare Veränderung. Nach Abschluss der erforderlichen Verfahren werden Leistungen ausgeschrieben, vergeben und umgesetzt. Größere Vorhaben entstehen häufig in mehreren Abschnitten. |
Die Tabelle zeigt ein grundsätzliches Zusammenspiel. Nicht jedes Projekt durchläuft alle Ebenen in derselben Reihenfolge. Viele Planungen, Beschlüsse und Genehmigungen laufen parallel.
Wer entscheidet was?
Kommunen und Kreis
setzen Ziele, beschließen Planungen und entwickeln Projekte.
Bezirksregierung und weitere Behörden
führen Planungs- und Genehmigungsverfahren durch und prüfen rechtliche Voraussetzungen.
RWE Power
ist für bergbauliche Aufgaben und die Wiedernutzbarmachung verantwortlich.
indeland GmbH
koordiniert die regionale Zusammenarbeit und unterstützt die Entwicklung gemeinsamer Vorhaben.
Politische Gremien
beraten, priorisieren und treffen die erforderlichen Beschlüsse.
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Kontakt
Entwicklungsgesellschaft indeland GmbH
Bismarckstraße 16
52351 Düren
Telefon: +49 (0) 2421 22-1084005
E-Mail: info@indeland.de