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30.11.2022

indeland-Meilenstein: Zwischennutzungskonzept (2015)

Das Zwischennutzungskonzept aus dem August 2015 enthält Karten für die Füllzustände des Indesees nach fünf, zehn und 15 Jahren. Außerdem wird der Endzustand des Indesees aus dem Rahmenplan des Jahres 2012 präzisiert und verfeinert. Dieses Konzept ist eine wichtige Grundlage, wenn es ab dem kommenden Jahr um die Konkretisierung der Zwischennutzung der Tagebauflächen geht.
Ausschnitt aus dem Zwischennutzungskonzept zum ersten Rahmenplan Indesee (2015)

Spannend – auch heute noch – ist die Frage, wie weit man an den im Entstehen befindlichen See herankommen kann: „Während der Befüllphase wird es aus sicherheitstechnischen Aspekten für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Uferbereiche geben“, heißt es 2015. Diese Schutzbereiche verlagern sich nach oben, je höher der Pegel des Indesees steigt. Eine Zwischennutzung ist „nur in explizit dafür vorgesehenen und entsprechend vorbereiteten Flächen“ möglich. Dafür müssen Sondernutzungspläne entworfen werden.

Einzelne Karten dieses Zwischennutzungskonzepts erläutern die Pläne für die Gestaltung der Natur und der Siedlungsentwicklung sowie des Wegenetzes. So werden schnell wachsende Pioniergehölze empfohlen und eine blütenreiche Rohbodenbegrünung. Schwimmende Röhrichtinseln sollen von Wasservögeln genutzt werden. Ein 14 Kilometer langer Seerundweg mit getrennten Fuß- und Radwegen soll frühzeitig hergestellt werden, ebenso Aussichtspunkte unter dem Motto „Come and See“.

In dem Zwischennutzungskonzept wird das im Rahmenplan von 2012 vorgesehene „uferumringende Gehölzband“ wieder verworfen. Geplant wird nun eine „Vielfalt von Randkulissen, die die Topographie, die angrenzenden Nutzungen und die Sichtachsen berücksichtigen und einbeziehen. Vorhandene Gebäudeerhöhungen werden durch Gehölzpflanzungen überhöht, Sichtachsen werden freigehalten und Siedlungen werden an das Ufer herangeholt. Es entsteht so ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.“ Serpentinenwege, die im Laufe der Jahre immer kürzer werden, führen vom Tagebaurand hinab zum See. Das wird in genauen Szenarien für Schophoven, Inden/Altdorf und Merken dargestellt, und zwar in drei Fünf-Jahresschritten.

Im Zuge der Überarbeitung des Rahmenplans Indesee rückt ab Frühjahr 2023 auch die Nutzung der „Zwischenlandschaft“ erneut in den Fokus. Dann geht es weniger um visionäre Zukunftsbilder als vielmehr um darum, wie der fertige See in ferner Zukunft einmal aussehen könnte, sondern um die sehr konkrete Frage: Was passiert in den Tagebau-Böschungen in den Jahren ab 2030.

Rahmenplan Indesee 1.1

Informeller Planungsstand aus dem Jahr 2015 

Rahmenplan Indesee 1.1: mögliche Zwischennutzung fünf und 15 Jahre nach Start der Seebefüllung (Planungsstand: 2015)
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